Lebenscafé für Trauernde

 

‐ jeden 1. Freitag im Monat von 15.00 bis 17.00 Uhr

im Sankt‐Markus‐Haus, Karrstraße, Wittlich ‐

 

 

Das „Lebenscafé für Trauernde“ ist ein Ort …

 

· an dem Trauer sein darf ...

· an dem ich sein kann, wie ich mich fühle ...

· an dem Austausch mit Betroffenen möglich ist ...

· an dem Gemeinsamkeit, statt Einsamkeit sein kann ...

 

Im Lebenscafé für Trauernde ist das möglich.

 

Hier sind Sie mit all Ihren Gefühlen und Fragen willkommen.

 

Bei Kaffee und Gebäck können Sie unverbindlich teilnehmen und in einer

geschützten Atmosphäre mit Gleichbetroffenen reden, schweigen, weinen und

auch lachen.

 

Das Lebenscafé ist ein offenes Angebot, unabhängig von Konfession und

Nationalität.

 

Auf Wunsch stehen Ihnen qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter                   

des ökumenischen Hospizdienstes Wittlich für persönliche Gespräche zur Verfügung.

 

Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Kosten: 3,00 Euro pro Treffen

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Kontakt und Information

 

Monika Hartmann

Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich, Koblenzerstr. 91, 54516 Wittlich

Tel. 06571‐15‐31912

Email: m.hartmann@verbund-krankenhaus.de 

 

 

und

Dekanat Wittlich

Tel.: 06571‐14694‐0

Email: Monika.Hartmann@bistum-trier.de 

 

Jubiläumsfeier – Zehn Jahre Lebenscafé in Wittlich

 

Auf den Tag genau  vor 10 Jahren ging das Lebenscafé für Trauernde in Wittlich an den Start. Das war für den Veranstalter, den ökumenischen Hospizdienst Wittlich, Grund  zum Feiern beim Treffen am 6.5.16. Die Feier begann mit einer Eucharistiefeier im Sankt Markushaus in Wittlich, in dem die monatlichen Treffen stattfinden. Die Leiterin, Pastoralreferentin Monika Hartmann wies in ihrer Begrüßung auf dieses besondere Jubiläum hin. Mit Stolz können die 9 ehrenamtlichen Frauen und 1 Mann auf 10 Jahre Lebenscafé blicken. Dafür gilt es Danke zu sagen in der Eucharistiefeier, die Herrn Kaplan Heiko Marquardsen aus Wittlich  leitete. In seiner Predigt würdigte er die Arbeit und den unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen, ohne die dieses Angebot für Trauernde nicht möglich wäre. „Es tut gut, dass es Menschen gibt, die Trauernden zur Seite stehen und die Erinnerungen an ihre Toten wach halten und dass wir die Verstorbenen nach dem Tod, so wie die Emmausjünger nach Ostern, in einem neuen Licht sehen. Sie sind in einer neuen Art und Weise unter uns“, so Kaplan Marquardsen in seiner Predigt. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Dekanatskantor Reinhold Schneck aus Wittlich gestaltet.

In den 10 Jahren nahmen etwa 300 Gäste am Lebenscafé teil oder wurden in Einzelgesprächen von den Mitarbeitern begleitet. Die Gäste kommen gerne, weil sie spüren, dass sie in den 2 Stunden am Nachmittag so sein dürfen, wie sie sind, mit ihrem Schmerz, ihrer Trauer und ihrem Alleinsein. In diesem Café erhalten sie Stütze und Halt.

Manche kommen nur eine kurze Zeit und geben dann die Rückmeldung: „Es ist gut, dass ihr da seid, der Austausch hat mir sehr geholfen, aber jetzt habe ich wieder ins Leben zurück gefunden.“ Andere sind von Anfang an  dabei, weil sie diese vertraute Atmosphäre nicht missen möchten. Dieses Jubiläum wurde im Anschluss an den Gottesdienst gebührend mit einer Geburtstagstorte in geselliger Runde gefeiert. Die Gäste und Mitarbeiter bekamen eine rote Rose geschenkt als Zeichen für die Liebe an die Verstorben, die über den Tod hinaus in lebendiger Erinnerung bleiben.

 

 

 

Memento

 

Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

 

Allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

 

Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr,
und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andern muss man leben.

 

Mascha Kaléko

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